Stealth Carping ...?
Nicht ganz, aber an diesem Wochenende wollte ich nicht gesehen bzw. gestört werden .Ihr wist ja sicher selber wie schön es ist, zum Xten mal gefragt zu werden, ob man schon was gefangen hat. Darauf hatte ich einfach keine Lust!

Dieses Wochenende, ging es dann erst in der Dämmerung ans Wasser. Nachdem das Tackel am Spot versorgt war, wurde erstmal das Auto versteckt. Niemand sollte auch nur eine Ahnung davon haben das ich am See bin! Zurück am Spot wurden die Ruten verteilt, ein flog Richtung Wohnzimmer ein versunckener Baum und die zweite direkt vor die Füße in 2 Meter Tiefe. Den Brolly baute ich hinter einem Busch auf. Leider ist dieser noch nicht grün und da kam mir doch die Idee, endlich mal das Tarnnetz zu benutzen das schon so lange im Keller liegt. Die Diskussion im Forum über den Bushwrap von Nash waren wohl der Grund dafür das ich zum Tarnnetz griff und es ausprobieren wollte einfach mal Ungestört zu bleiben. Dieses war dann auch schnell über den Brolly geworfen und mit ein Paar Heringen befestigt . So das warten begann, hoffentlich wird es nicht zu lange dauern. Die Nacht schlafe ich durch und die Morgensonne kündigt einen schönen Tag an. Daraufhin kommt mir die Idee die Uferrute im Flachwasser am anderen Ufer abzulegen, denn vielleicht ziehen die Fische ja in dieses, falls es sich ein wenig über Tag erwärmt. Ein überhängender Busch sticht mir ins Auge unter diesen möchte ich die Montage ablegen. Kurzerhand werfe ich die Montage ohne Haken aufs andere Ufer und von diesem lege ich die Montage mit dem Groundbaiter jetzt mit Haken Punktgenau in etwa 80cm Wassertiefe ab. Da die Montage noch in der abfallenden Kante liegt entscheide ich mich dazu die Schnur ans Ufer hoch zuführen und dort zu klippen, damit sie von dort, direkt an die Rute führt. Sinn des Klippen für mich, das Blei rutscht nicht die Kante runter und die Hauptschnur kann den evt. runter rollenden Köder nicht behindern. Um den Haken verteile ich noch ein paar von Marios 11mm super Knödeln und trete dann den Rückzug an um die Schnur zu spannen und den kommenden Tag zu genießen. Alle Stunde füttere ich etwa 20 Boilies von den 11mm, am Wohnzimmer, um die Fische am fressen und suchen zu halten. Gegen 16 Uhr wird die Mühe mit einem schönen Spiegler von 11kg belohnt.

Der Rest, des Tages bleibt ruhig kein Fisch und auch keine Spaziergänger stören die Ruhe, was für ein Genuss. Ok, die Fische könnten mich schon öfter stören. Aber die letzte Nacht steht ja erst bevor, da wirt sicher noch was gehen . Und ja, es ist etwa 2 Uhr, als die Uferrute abläuft und nach kurzem Drill, nen Schuppi, mit 7 kg, auf der Matte Platz nimmt. Da hat sich der Aufwand doch gelohnt mit dem Klippen. Es regnet und so kommt der Fisch schnell wieder ins Wasser und ich in den Schlafsack.

Als ich wieder wach werde ist es bereits hell und es Regnet immer noch, dabei merke ich das mein Brolley undicht ist und der Schlafsack nass ist. Deshalb beschließe ich schnell abzubauen und nach Hause zu fahren.
Abschließend ist zu sagen das es ein wunderbares Wochenende war, mit schönen Fischen und bei dem ich von niemanden gestört wurde. Ein wenig Tarnung kann da wirklich helfen.
So Long Karsten Nitsch
PS: falls jemand nen günstigen dichten Brolley abzugeben hat, bitte melden!

