Lac de Cassien, aber nur zum Anfassen!
Alles entstand mit der geplanten Tour im Herbst zum Cassien...
Wir unterhielten uns über den Cassien und bereiteten unsere ersten Vorbereitungen vor,
da kam uns die Idee lasst uns doch einfach ins Flugzeug setzen und uns dann ein
Bild von dem Gewässer zu machen,welches wir befischen wollen.
Das Internet machte es möglich ein Billigflug von Hamburg nach Köln/Bonn von dort
nach Nizza war schnell gebucht.
An einem Freitag ging es dann los....Philip,Tobi,Vossy und ich trafen uns morgens
um 5 Uhr und liesen uns zum Hamburger Flughafen bringen,durch die strengen
Sicherheitsschleusen waren wir dann nach halbnacktem Ausziehen langsam durch
und konnten endlich einchecken.
Die Tickets endlich in der Hand und wir waren jetzt doch allmählich schon aufgeregt,
denn es war ausser der Flug nichts geplant,kein Leihwagen,kein Hotel und ob wir
wirklich wieder nach Hause kommen wussten wir auch nicht.Der Start und die Landung
waren schon einmal perfekt un da standen wir nun in Nizza in der prallen Sonne 17 Grad
und nicht eine Wolke am Himmel.Doch da war noch das Problem mit dem Leihwagen,
denn niemand von uns hatte eine Kreditkarte dabei und leider konnten wir,wie wir es
uns gedacht hatten kein Bargeld hinterlegen obwohl wir denen am Schalter 1000 Euro
anbaten.Daher stiegen wir ins Taxi und liesen uns nach Montauroux fahren für sagenhafte
130,- Euro zu einem in dem Ort liegenden Hotel.
Doch diese Taxifahrt ähnelte einer Horrorfahrt,nicht nur das der Taxifahrer uns nicht
Verstand oder verstehen wollte?,fuhr er bei starkem Hagel und Regen mit einer
Geschwindigkeit von 110km/h ohne nur einmal auf die Bremse zu treten dicht hinter einem
LKW und spielte wirklich mit unserem Leben.Doch dieser kleine "Louise de Funese" lies sich auch durch unsere
leichten Aufregungen und Zwischenrufe nicht aus dem Konzept bringen und setzte sich
bei 2-3m Sicht seelenruhig seine Brille auf und suchte froher Dinge noch irgendetwas in
seinen Hosentaschen.
Wir waren froh aus dem Taxi nun endlich aussteigen zu können...
Nach kurzem Check-in im Hotel,ab zur dortigen Autovermietung und es klappte mit dem
Leihwagen,uns wurde diese am nächsten Morgen um 9.00Uhr vor´s Hotel gestellt.
Nachdem Aufstehen dann den ersten französischen Kaffee,einem Kaffee in dem der
Löffel stand und in seinem Geschmack nicht die "Krönung" war,sprangen wir zu viert in
den kleinen Clio und ab zu unserem Zielgewässer.
Die erste Fahrt ging über die bekannteste Brücke aller Karpfenangler und schnell wurde
das erste Camp von uns entdeckt,es stand direkt an der Brücke,welches wir dann auch
gleich besuchten.
Es war ein Engländer Namen´s Paul der seinen eigenen Pay Lake besitzt und bereits 2
oder 3 Wochen am Cassien sass und noch weitere 6-7 Wochen fischen wollte.
Er erzählte uns etwas von den Plätzen und den Schwierigkeiten,die wir für unsere Tour
im kommenden Herbst wissen sollten. Nach kurzen Smalltalk ging es weiter und wir steuerten
die nächsten Camps an,wir unterhielten uns noch mit zwei weiteren Engländern und zwei
Deutschen,die uns reichlich Information zu spielten und alle unabhängig von einander alle
fast das Gleiche erzählten,so das wir davon ausgehen konnten das es so ziemlich der Wahrheit
entsprach.
Wir wurden neben vielen positiven Info´s auch mit den dunklen Geschichten vom Cassien
konfrontiert.Der Diebstahl,der vor Ort vorgenommen wird ist erheblich und brutal,
man kann davon ausgehen das ein Fahrzueg welches nicht auf einem bewachten Parplatz
parkt aufgebrochen oder beschädigt wird.Sowie auch,das man sein Tackle am Wasser nie aus
den Augen lassen sollte,denn der Diebstahl ist in den vergangenden Jahren gestiegen.
Die meisten der Karpfenangler hatten einen Hund dabei oder haben sich Plätze gesucht die von
Land nicht zu erreichen waren.Doch trotz der erschreckenden Story´s hatte uns der
Cassien und sein saphireblaues Wasser,schon in seinen Händen.
Das Fiber hatte uns nun komplett gepackt...!
Wir befuhren den kompletten Tag jeden Weg der uns ans Wasser führte und gingen mehrere
Kilometer zu fuß um wirklich soviel Input wie nur möglich aufzunehmen.Nach mehreren
Stunden bei angenehmen 17 Grad zog es uns noch einmal an die Brücke um noch ein paar
Worte mit Paul zu reden,denn der hatte die meisten Erfahrungen, er hatte schon sein ganzes
Leben sehr viel Zeit hier verbracht.Er lud uns auf ein Bier ein,brachte seine Montage
noch zu Wasser und erzählte uns noch einmal ausführlich über seine letzten Wochen und
Monate am Lac de Cassien.Wir vergassen die Zeit und somit mussten wir uns leider aufbruchartig
von Paul verabschieden,denn wir mussten den Leihwagen zurück bringen und meine 1000 Euro
zurück holen.
Wir verbrachten einen gemütlichen und lustigen letzten Abend bei einem Italianer und liesen
uns es richtig gut gehen.
Am nächsten Morgen musste wir leider schon rechtzeitig die Koffer packen und wieder zum Flughafen.
Es war ein sehr informativer Trip,wenn auch ein wenig ungeplant,aber einfach genial!
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In diesem Sinne….
Catch your dream…. Philip, Tobi, Vossi und Reinhold

