The First Trip 2010 to France
Seid Wochen fiebere ich diesem, meinen ersten Trip nach Frankreich an den Lac de Saint Cassien entgegen! Bis kurz vor Fahrtantritt ist es unklar ob ich überhaupt fahre, die Bandscheibe schmerzt. Glücklicherweise lassen die Schmerzen 2 Tage vor Fahrtbeginn nach und so kann ich noch Silvester mit Freundin und Freunden feiern.
Es ist 16Uhr am 1 Januar 2010, leicht verkatert verabschiede ich mich von meiner Freundin und setze mich Richtung Cassien in Bewegung. Die Fahrt verläuft erstaunlich gut und so überquere ich die Brücke am Cassien um 1 Uhr in der Früh. Schnell wird das Auto geparkt, die Füße wollen vertreten werden und so führen mich meine Schritte auf die Brücke. Der strahlende Vollmond läst meine Blicke weit übers Wasser schweifen, gerne würde ich noch einwenig hier von dicken Fischen träumen doch der recht starke kalte Wind veranlasst mich, wieder schnell Schutz, im warmen Auto zu suchen. Ein wenig Schlaf sollte mir jetzt gut tun und so mache ich mich auf den Weg einen Windstillen Platz zu finden . Hinter dem Ruderclub werde ich fündig , die Liege steht schnell und so schlafe ich noch ein wenig, bis die Sonne aufgeht . In der Zeit bis der Angelladen aufmacht, wird der See noch einwenig erkundet und mit Bedauern, muss ich feststellen das er so gut wie voll ist mit Anglern. Kurz telefoniere ich noch mit Bekannten, die mir raten doch erstmal das Wochenende mit ihnen zufischen um am Montag vielleicht am Cassien auf weniger Angler zu treffen.

Sie befinden sich an einem anderen Stausee etwa 70 Kilometer entfernt. Nachdem die Angelkarte gekauft ist, einige Mautstellen passiert sind, stehe ich an einem wirklich schönen Stausee. Schnell stoße ich auf die beiden, Patrick und Patrick, sie sind grade im Begriff zu Moven. Die Letzten 2 Tage brachten leider nur einen Fisch mit 13,3 Kilo, der Großteil der Fisch scheint nicht in dieser Region des Sees zu sein. P. und P. verkrümeln sich in Richtung einer Engstelle des Sees, ich dagegen schaue mir den See erstmal richtig an um später wieder auf die beiden zu stoßen, zusammen entscheiden wir uns zu dritt die Uferlinie dicht zumachen, denn wenn dort Fische ziehen, kommen sie sicher nicht an den Montagen vorbei und einer wird sich schon an einer Montage hacken. Der Wind drückt immer noch stark, genauso wie am Cassien, wenn nicht noch Stärker und so verziehen wir uns ins Basisdome. Am frühen Abend schaut noch nen Franzose bei uns vorbei, er meint nur das es Grad nicht gut zum Karpfenangeln sei, wegen dem Mistral der über uns hinweg fegt. Es waren wohl die letzten Ausläufer des Mistrals den am nächsten Morgen flaut der Wind zu einem Lauen Lüftchen ab. Leider konnten wir keinen Fisch verhaften. Also auf ein neues, moven und die Fische finden . Die beiden machen es sich auf dem Pyka Point gemütlich und ich versuche es direkt am Einlauf vor dem Schongebiet, obwohl ich erstmal direkt in diesem Fische. Ein netter Franzose, weist mich auf dieses Missgeschick hin und so lege ich die Ruten noch schnell um. Die Nacht kommt der Morgen auch, doch die Fische lassen immer noch auf sich warten.

Move die 2te , bloß wohin? Cassien oder hier bleiben? Ich bleibe und es geht an die Staumauer. Dort angekommen entscheide ich mich, erstmal mindestens 2 Tage zubleiben und zu versuchen einen Futterplatz aufzubauen und so die Fische zum fressen zu Animieren. Leider verlaufen die ersten zwei Tage ohne jeglichen Fischkontakt, dann erfahre ich von P. und P. das sie einen Spiegler, mit 18,1 Kilo auf die Schuppen legen konnten. Was nun? Moven oder aussitzen ? Schlussendlich, entscheide ich mich, für aussitzen und werde prompt, am Nachmittag, mit einem Spiegler von 16,5Kilo belohnt.

Der Fisch biss direkt an der Staumauer, in etwa 15Meter Tiefe. Der Drill war kurz, leider, den die Fische sollen in diesem See normalerweise wahre Kämpfer sein. Der Fisch wird kurz Gesackt , bis Patrick zum Fotografieren da ist. Schon seit langem, freute ich mich nicht mehr so sehr über einen Karpfen wie über diesen, wahrscheinlich weil es mein erster Francecarp war. Am Abend bekomme ich noch besuch von der Gard de Pech , nach kurzer Lizenz Kontrolle, darf ich in Ruhe weiter Angeln. Die nächsten 2 Tage passiert wieder nichts außer das die Beiden auf die Plätze neben mir moven. Auf dem nahen Parkplatz richten wir wieder ein Basisdome ein und verbringen wieder einen lustigen Abend in diesem, den es Regnet schon wieder seit dem Mittag. Immer wieder kommen wir auf ein Thema zurück, wird der andauernde Regen genug Dreck über den Einlauf in den See befördern, so das sich dieser Braun färbt. Denn das wäre sicherlich ein Fischmagnet. Die Nacht vergeht und die Bissanzeiger bleiben wieder ruhig. Nach einem kräftigen Frühstück beschließt Patrick sich den Einlauf anzuschauen den es Regnet immer noch und tatsächlich der halbe See ist schon braun, es ging schneller als gedacht.

Patrick will moven, ich auch, doch da besteht bei mir ein Problem . In meinem morgendlichem Eifer habe ich mein Letztes Futter versengt, den die letzte Nacht steht bevor . Patrick bietet mir spontan an, doch ein paar seiner White Coconuts zu fischen, und so moven wir beide und lassen Patrick zurück . Am Einlauf angekommen kann ich meinen Augen kaum trauen, das Wasser ist total braun und überall schwimmt Holz und Unrat . Später, als alles steht, holt P., P. von der Staumauer zu uns, den die Chancen stehen sehr hoch ,doch noch einen Fisch zu fangen. Nach einer sehr unruhigen Nacht, die Montagen mussten oft erneuert werden, können wir wieder mal keinen Fisch auf die Schuppen legen. Schnell wird das Tackel abgebaut und die Heimreise angetreten.

Nach den ersten Kilometern fängt es an zu schneien, dieser begleitet uns die ganze Heimfahrt bis nach Good Old Germany, wo der Winter sich voll austobt.
So long Karsten
P.s. Für ein Schlechtes Abschneiden beim Angeln sind meistens andere Faktoren schuld, als das eigene tun! Ist das wirklich so?
Wir fragten uns oft, woran es liegen kann, das die Fische nicht beißen. Ein Ansatz war das durch das Extreme Niedrigwasser im Sommer, es wurde teilweise das angeln am See verboten, dort wo jetzt Wasser ist hatte sich eine Wiese gebildet hatte. Jetzt hatte der See fast Vollstau, die entstandene Wiese hat in den letzten Monaten viel Nahrung für die Fische zur Verfügung gestellt. Die Fische waren wohlgenährt und hatten wohl nicht richtig Hunger, ausgelöst durch die fallenden Wassertemperaturen.
Oder lag es vielleicht an uns sind wir an den Fischen vorbei gemovt? Aber normalerweise kann das wohl nicht sein denn der See soll einen sehr hohen Fischbestand beherbergen. Es wurden über die Woche, nur sehr wenig Fische gefangen, selbst von den Einheimischen.
Der Mistral? Vielleicht lag es ja daran, so wie der Franzose gesagt hatte?
Gebt mir gerne mal ein Feadback, wie euch der Bericht gefällt.

